Poesietherapie

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Poesietherapie arbeitet mit Worten, Lauten, Klängen, Erregungen, Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen, den Sinnen und der Sinnlichkeit. Was immer zum Ausdruck drängt, kann zu Papier gebracht werden – es darf gestammelt und gestottert werden, das Papier bietet Schutz- und Proberaum für die innere Stimme, die zu einer äußeren werden mag, die in Dialog treten will, zunächst vielleicht nur mit dem Schreibenden selbst und später vielleicht mit einem Gegenüber.

Zu Wort kommen zu können und zu dürfen, ist keine Selbstverständlichkeit. Wer würde es nicht kennen, das Gefühl, ‚totgeschwiegen’ oder ‚mundtot’ gemacht zu werden, kein Gehör zu finden, keine Resonanz zu erfahren. So Vieles, was in uns schlummert und gesagt, beziehungsweise aufgeschrieben sein will, weil das Sprechen vielleicht (noch) nicht möglich ist.

Auf dem Papier kann Zeugnis abgelegt werden von der eigenen Vergangenheit und der Gegenwart; der Blick für die Zukunft weitet sich. Darum geht es in der Poesietherapie, die auch als kreatives und therapeutisches Schreiben bezeichnet wird, die schöpferische Potentiale nutzt, die Wahrnehmungs- und Erlebnisfähigkeit fördert und Einsicht in relevante lebensgeschichtliche Konflikte ermöglicht.

Schreibend seine Gedanken zu ordnen und seine Gefühle zu klären, kann als Entdeckungsreise zu sich selbst und achtsame Annäherung an die eigene Person und die Umwelt verstanden werden und somit auch als angeleitete Hilfe zur Selbsthilfe dienen.

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